Im ersten Teil unseres Interviews mit den Stadtwerken Heidelberg haben wir bereits viele Fragen rund um das Unternehmen als Arbeitgeber allgemein gestellt. In diesem Teil gehen wir speziell auf die Möglichkeiten einer Ausbildung bei den Stadtwerken ein und haben alle Fragen gesammelt, die für dich interessant und relevant sein könnten.

Anfang 2020 wurden die Stadtwerke Heidelberg von trendence als faires Ausbildungsunternehmen ausgezeichnet – dafür wurden alle Azubis nach ihrer Meinung befragt.

Können Schüler*innen, die sich für einen (oder mehrere) Ausbildungsberufe bei den Stadtwerken Heidelberg interessieren auch mal in den Beruf “reinschnuppern”, z.B. als Tagesausflug, kurzes oder längeres Praktikum?

Wir bieten immer mal wieder Praktika für Schüler und Studierende an. Wenn gerade nichts ausgeschrieben ist, kann man sich auch gerne initiativ über www.sowillicharbeiten.de/praktika bewerben oder sich bei unseren Ansprechpartnern für Ausbildung und Praktika unter 06221 513 4120 telefonisch informieren. Allerdings bieten wir (Stand November 2020) aktuell wegen der Corona-Lage aus Gründen des Gesundheitsschutzes leider keine Praktikumsstellen an.

Gibt es allgemein bestimmte Voraussetzungen oder Eigenschaften, die man mitbringen muss, um einen Ausbildungsplatz bei den Stadtwerken zu bekommen?

Was uns bei Bewerbern wichtiger ist als gute Noten sind Engagement, Interesse und der Wunsch, etwas lernen und bewegen zu wollen. Welche Zugangsvoraussetzungen für bestimmte Ausbildungen gelten, kann man unter dem jeweiligen Ausbildungsberuf auf www.sowillicharbeiten.de/ausbildung-und-studium nachlesen.

Wie läuft der Bewerbungsprozess ab?

Die Bewerbung für eine Ausbildung kann man einfach über unser Online-Tool auf www.sowillicharbeiten.de einschicken – hierzu Lebenslauf, Motivationsschreiben und Zeugnis(se) als Scans oder PDFs bereit halten. Klingen die Unterlagen vielversprechend, werden Bewerber vom zuständigen Ausbilder kontaktiert – telefonisch oder per E-Mail. Als nächstes wird ein Bewerbungstermin vereinbart, bei dem alles Weitere besprochen wird –persönlich oder per Skype. Innerhalb einer Woche nach dem Gespräch bekommen Bewerber dann eine Zu- oder Absage telefonisch oder per E-Mail.

Wird bei den Bewerbungen auf eine gleiche Verteilung von Geschlechtern oder anderen Minoritäten geachtet? Wie wird allgemein mit dem Thema „Quoten“ umgegangen?

Quoten zählen bei uns nicht. Wir suchen nach den Bewerbern, die motiviert sind, etwas lernen wollen und zu uns passen. Uns ist wichtig, dass die Chemie stimmt und wir sehen, dass jemand lernen will.

Kann man sich auch bewerben, wenn gerade keine Stellen ausgeschrieben sind?

Ja, eine Initiativbewerbung für Ausbildungsplätze ist jederzeit auf https://www.sowillicharbeiten.de/stellenangebote/ möglich. 

Gibt es eine besondere Unterstützung für Auszubildende, die aus sozial benachteiligten Familien stammen, und bspw. finanzielle Schwierigkeiten haben?

Unsere Auszubildenden erhalten alle die gleichen Konditionen. Neben einer guten Bezahlung, Weihnachtsgeld und einer Prämie bei gutem Ausbildungsabschluss sind das unter anderem vergünstigtes Essen im Betriebsrestaurant, freie Trinkwasserspender, ein Jobticket, ein Diensthandy und kostenlose Sportangebote.

Welche Ansprechpartner gibt es, wenn man Probleme in der Ausbildung hat?

Azubis haben in jeder Abteilung Ansprechpartner und können diese bei Problemen direkt ansprechen. Auch die Jugend- und Auszubildendenvertretung hat immer ein offenes Ohr und ist zur Unterstützung direkt an den Betriebsrat angebunden.

Inwiefern beeinflusst COVID-19 die Ausbildung zurzeit?

Wir halten den Ausbildungsbetrieb so normal es nur möglich ist am Laufen. Dabei berücksichtigen wir die Hygiene- und Abstandsregelung im Betrieb und minimieren Kontakte. Azubis haben zurzeit feste Arbeitsgruppen mit eindeutigen Ansprechpartnern, und die Pause läuft in Schichtzeiten, damit hier weniger Begegnungen stattfinden. Das klappt im Allgemeinen gut.

Azubis starten bei uns immer mit einer Einführungswoche. Hier lernen sie verschiedene Unternehmensbereiche kennen und bekommen viele Tipps und Unterstützung für den Einstieg in das Unternehmen und den neuen Arbeitsalltag. Außerdem gibt es bei gemeinsamen Aktionen auch Zeit, sich untereinander kennen zu lernen.