Am 11. Und 12. Januar hatte die Kohorte 2020 ihr erstes Training in der Luisenstraße. Die Gruppe ist insofern bereits ungewöhnlich, da das Matching zwischen Mentee und Mentor schon im Dezember stattfand. So konnten sich die Mentoren und Mentees bereits etwas besser kennenlernen und hatten vor dem ersten Coachingtag bereits erste Eindrücke und Fragen gesammelt.

Der erste Tag fand ohne die Mentees statt. Bei einem gemeinsamen Frühstück konnten sich die Mentoren besser kennenlernen und sich über erste Erfahrungen austauschen. Durch ein Kennenlernspiel, in welchem jeder damit konfrontiert wurde, was es für sie persönlich heißt sein Leben „zu rocken“, wurden die meisten Teilnehmer erst so richtig wach. Anschließend regte der Trainer Mathias Hamann in kurzweiligen Übungen die Mentoren an, ihre Rolle als solche zu reflektieren. Beispielsweise wurden in einem Schätzungsspiel Begriffe wie „teuer“, „groß“ und „normal“ in Frage gestellt und in entsprechende Bezugsrahmen gestellt. In einer weiteren wurde „aktives Zuhören“ erklärt und in Gruppen geübt. Außerdem reflektierten die Mentoren über bereits erlebte Mentorenerfahrungen, sowie Situationen, in denen sie in einer Mentee-Rolle waren. Der Trainer sowie die Teamleiter erzählten darauf von ihren Einblicken als Mentoren. Dies bot Gelegenheit in einem offenen Gespräch über erste Erfahrungen mit den Mentees zu sprechen. Dadurch, dass das Matching bereits stattgefunden hatte, gab es bereits einigen Gesprächsstoff, der in der Gruppe und mit Hilfe von Trainer und Teamleitern gut bearbeitet werden konnte. Neben der Selbstreflektion wurde auch das Gemeinschaftsgefühl der Mentorengruppe gestärkt.

Am zweiten Tag stand die Beziehung zwischen Mentor und Mentee im Vordergrund. Hier konnten die Mentees mit Hilfe von Arbeitsheften über ihre eigenen Ziele, Träume und Stärken nachdenken. Danach wurde das Schätzspiel des ersten Trainingstags wiederholt und die unterschiedlichen Ergebnisse von Mentees und Mentoren, aber auch die Ergebnisse der Mentees untereinander verglichen. Es wurde deutlich, wie jeder einzelne von seiner Lebenswelt geprägt wird. Nach dieser intensiven Arbeitsphase konnten sich die Gruppen bei einer Pizzapause zwanglos auflösen und sich entspannen. An diesem Tag sollten sich die Mentees erinnern, wann sie selbst schon in einer Mentorenrolle gewesen waren oder wann sie jemanden als Mentor angesehen hatten. Dabei konnten sie selbstbewusst über ihre Erfahrungen berichten. In einer intensiveren Reflexionsphase konnten die Mentoren formulieren, was dies für sie bedeuten würde. Hier stand für beide Gruppen Respekt im Vordergrund. Die Mentoren wünschen sich außerdem einen freundlichen Umgang und die Mentees echtes Interesse an ihnen als Person.

Unsere Mentees sind immer konzentriert bei der Sache

Die beiden Tage waren für die frischen Mentoren sehr hilfreich, da sie sich durch den Austausch ihrer Rolle bewusst werden konnten, aber auch Fragen und Unsicherheiten angesprochen wurden. Den Mentees konnte gezeigt werden, dass sie ernst genommen werden und ihre Mitarbeit essenziell für das Gelingen des Programms ist. Nach dem Wochenende war die Vorfreude auf das nächste Training noch größer.

Trainer Mathias Hamann von Rock Your Life! e.V. hat die Gruppe souverän über beide Tage begleitet